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    Internationale Woche für das Stillen
 

Die Internationale Woche für das Stillen ist ein sehr guter Anlass, um auf die Wichtigkeit des Stillens und einer guten Stillberatumg aufmerksam zu machen. Der Bogen kann von Plakaten, Infotischen bis hin zu Fachveranstaltungen reichen. Dazu geben Beispiele aus 2007 einige gute Anstöße.

till- Café im LKH Bludenz
„Uns war es wichtig die Frauen über das Bonding, den ersten Stillversuch, erkennen von Hungerzeichen, richtiges Anlegen, Vorteile des Stillens, Hilfe bei Stillproblemen, Einführen von Beikost und vieles mehr zu informieren“, berichtet die Hebamme Petra Fritsche IBCLC aus Vorarlberg.
„Gemeinsam mit Christine Mathies IBCLC und Monika Feuerstein IBCLC organisierte ich ein Stillcafé in unserem Stillfreundlichen LKH Bludenz.“ Nach einigen Vorbereitungen nahmen am 3. Oktober ca. 40 Frauen und ihre Kinder von 14 – 17 Uhr das Angebot in Anspruch und tauschten eifrig Erfahrungen aus. Angeboten wurden auch ganz spezielle „Naschereien“: Milchbildungskugeln. „Auch Schwangere Frauen gesellten sich dazu und konnten sich über die Angebote der Geburtenstation und der Stillambulanz ausgiebig informieren“, blickt Fritsche freudig zurück. „Eine gelungene Aktion, die wir sicher wiederholen werden und allen Geburtenstationen empfehlen können.“

Für Bonding sensibilisieren
Studierenden der Fachhochschule FH-Campus Wien, „Studiengang Hebamme“ bemühten sich im Rahmen der Weltstillwoche, Frauen, die zur Geburtsvorbereitung in die Semmelweis-Frauenklinik kommen, für das Thema Bonding zu sensibilisieren. Dies geschah durch die Gestaltung eines emotional ansprechenden Plakates, das durch einen Folder mit weiterer Hintergrundinformation ergänzt wurde.
Eine Möglichkeit, Eltern die Vorgänge beim Bonding-Prozess plastisch vor Augen zu führen, ist es, einen Vergleich zum Sich-Verlieben von Erwachsenen zu ziehen. Auf diese Weise soll spürbar und emotional nachvollziehbar werden, welche Bedürfnisse Verliebte bezüglich ihrer Umgebung und auch bezüglich der Art ihrer Begegnung haben. Des weiteren sind Eltern beeindruckt, wenn die Hebamme detailreich erzählt, wie optimal jedes einzelne Sinnesorgan des Neugeborenen dafür ausgestattet ist, den Kontakt zu seinen Eltern aufzunehmen.
Wichtig sind auch Informationen zur Wirkungsweise des Hormons Oxytocin sowie zur Wichtigkeit des ersten Stillens. Hebammen sowie alle anderen Mitarbeiterinnen auf Geburtenabteilungen können sich zudem gemeinsam für eine Atmosphäre und Strukturen einsetzen, die Bonding gezielt unterstützen. Dies beginnt mit der entsprechenden Informtion der Eltern und setzt sich in klaren Standards für die Abläufe und Bildungsangebote fort.
Ein Hintergrundtext zu Bonding, der dem Redaktionsteam der VSLÖnews mit diesen Informationen zur Verfügung gestellt wurde findet sich ab 1.1.08 auf www.stillen.at im Bereich Aktuelles / VSLÖnews.

Erfolgreicher „Stillstand“
Die Kunstinstallation: „Stillstand auf der Milchstrasse“ war eine gelungene Aktion. Auf den Aufruf des bildenden Künstlers Walter Wegger versammelten sich rund 40 Mütter auf der Mariahilferstrasse, der belebtesten Einkaufsstrasse Österreichs, und stillten gemeinsam für ca. 15 Minuten ihre Kinder. Die Reaktionen der Passanten waren insgesamt positiv zwischen Neugier, Überraschung und Interesse, vereinzelt war auch ein Kopfschütteln zu sehen. Die teilnehmenden Frauen berichteten, dass ihre anfängliche Unsicherheit, wie es ihnen mit einem so exponiertem Stillen gehen würde, in der Reihe mit den anderen stillenden Frauen ganz verflogen war und sie stolz und wie viele bemerkten „strahlend“ ihre mütterlichen Stillleistungen präsentierten. Der Sinn der Aktion, auf das Stillen in der Öffentlichkeit aufmerksam zu machen, konnte ein Stück umgesetzt werden, und es gibt schon Pläne fürs nächste Jahr.