Alles, was ein Baby braucht – Muttermilch im ersten Lebensjahr

Ausschließliches Stillen in den ersten 6 Lebensmonaten ist der “Gold Standard”. Muttermilch enthält alles, was ein Baby braucht.

Stillen trägt wesentlich zu einer optimalen Entwicklung des Babys bei.

Im ersten Lebensjahr verdoppelt ein Kind sein Gehirnvolumen. Beim Stillen werden alle fünf Sinne des Kindes angeregt: es spürt, sieht, hört, schmeckt und riecht die Mutter. Hautkontakt ist bei jedem Stillen eine intensive Sinneswahrnehmung, auch für die Mutter z. B. wird beim Stillen oft ganz selbstverständlich das Baby von der Mutter bei den Händen gehalten oder die Hände sind im spielerischen Kontakt miteinander.

Sehen

Das menschliche Gesicht ist für Babys ganz besonders interessant. Beim Stillen ist der Abstand zum Gesicht des Kindes ideal, sodass es die Mutter klar sehen kann. Außerdem bewirkt die spezielle Zusammensetzung der Muttermilch die optimale Ausbildung der Retina und führt so zu einem guten Sehvermögen, was später für das Lesen und Lernen von großer Bedeutung ist.

Hören

Muttermilch bewirkt, dass Kinder weniger oft an Mittelohrentzündung erkranken. Diese wird nicht nur durch die besonderen Inhaltsstoffe der MM verhindert, sondern auch dadurch, dass beim Stillen die Atmung der Kinder physiologischer ist. Sie atmen beim Stillen durch die Nase. Außerdem funktioniert der Verschluss der Tube besser, da die gesamte orofaciale Muskulatur besser trainiert ist. Studien zufolge kann man zusammenfassend sagen, dass auf 10 Fälle von Mittelohrentzündung bei gestillten Kindern 95 Fälle von Mittelohrentzündung bei flaschenernährten Kindern kommen.

Schmecken

Muttermilch ändert den Geschmack und den Geruch, je nachdem was die Mutter gegessen hat. So wird das Kind von Beginn an mit den verschiedensten Geschmackseindrücken bekannt gemacht und der Geschmacksinn wird besonders fein ausgebildet.

Riechen

Was den Geruchssinn von Babys betrifft, hat man Erstaunliches herausgefunden: Nach einigen Tagen bereits können Babys ihre Mutter am Geruch erkennen. Muttermilch hat den ganz speziellen Körpergeruch der Mutter. Der Geruch des Muttermilchstuhls und der Geruch von Milchresten beim Aufstoßen, unterscheiden sich ganz wesentlich von dem Geruch, wenn Babys mit künstlich hergestellter Babynahrung ernährt wird. Dies ist für Mütter und Väter ein schöner Vorteil.

Sonstige Entwicklung

Studien zeigen, dass die körperliche und geistige Entwicklung von gestillten Kindern optimal verlaufen kann, mit Babynahrung liegt das Gedeihen der Kinder innerhalb der Norm. Durch den intensiven Kontakt mit der Mutter und ihr schnelles Reagieren auf die Bedürfnisse des Kindes entsteht das Urvertrauen: es fühlt sich sicher und geborgen und kann seinem individuellen Rhythmus entsprechend seine Entwicklung vollziehen.
Nicht nur die Kinder haben durch das Stillen viele Vorteile für ihre Entwicklung und Gesundheit. Auch Frauen mit einer guten Stillerfahrung haben etwas für sich gewonnen. Muttersein als Ganzes, umfasst allerdings viel mehr. Darum brauchen Mütter die nicht stillen eine gute Begleitung und Unterstützung, denn die Bedürfnisse des Babys bleiben die selben.

Zu den Themen Gesundheit sowie Wichtigkeit der Stillberatung finden sich Fakten in den “Basisinformation Stillen”!

Ergänzende Informationen finden sich in einem Text zur Weltstillwoche 2007: Hautkontakt und Stillen in der ersten Stunde nach der Geburt